Thermopylen 480 v. Chr.: Warum wählten die Spartaner den Tod - WELT (2023)

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Die Sieger schreiben Geschichte, heißt es, aber es gibt auch Ausnahmen. Die wohl berühmteste ereignete sich im August 480 v. Chr. Damals kämpften bei den Thermopylen in Mittelgriechenland wenige Tausend griechische Krieger gegen das Heer des persischen Weltreichs. Die Griechen hatten keine Chance, Überlebende gab es nicht. Aber bereits kurze Zeit später wurden sie zu Helden und Vorbildern ganzer Generationen. Noch in den Kriegen des 20. und der Popkultur des 21. Jahrhunderts wurden und werden die Verlierer der Schlacht als zeitlose Verkörperung von Mut, Standhaftigkeit und Opferbereitschaft gefeiert.

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Dass es dazu kam, hat zwei Gründe. Zum einen machte der griechische Sieg im sogenannten Zweiten Perserkrieg (480/479 v. Chr.) die Niederlage an den Thermopylen zur tragischen Vorgeschichte eines in dieser Größe kaum für möglich gehaltenen Triumphs. Zum anderen hat der griechische Historiker Herodot die Schlacht in seinen „Historien“ ausführlich beschrieben. Dennoch gibt es kaum ein Treffen des Altertums, das unterschiedlichere Deutungen provoziert hat. Bis heute fühlen sich Historiker bemüßigt, der langen Liste der Rekonstruktionen weitere folgen zu lassen.

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Perserkriege

(Video) Der zweite Perserkrieg 480-479 v. Chr. (Thermopylen | Xerxes I. | Athen | Sparta | Antike)

Wie die Griechen die persische Weltmacht demütigten

Die Rahmenbedingungen sind schnell erzählt. Nachdem die Aufgebote von Athen und Plataiai 490 v. Chr. bei Marathon den Invasionsversuch eines persischen Expeditionskorps abgewehrt hatten, machte der neue Großkönig Xerxes die Eroberung Griechenlands zur Chefsache. Während das Reichsheer mobilisiert wurde, forderten Gesandte von den hellenischen Stadtstaaten Erde und Wasser als Zeichen der Unterwerfung. Viele kamen dem nach. Aber Athen und Sparta verweigerten sich. Damit war der Krieg unvermeidlich geworden.

Während die riesige persische Armee, bis zu 100.000 Mann – gesichert von der Flotte –, langsam auf dem Landweg von Norden vorrückte, versuchten die Griechen, sich auf eine gemeinsame Verteidigungsstrategie festzulegen. Sicher war, dass Sparta, dessen Berufssoldaten als die besten von Griechenland galten, den Oberbefehl zu Lande und zu Wasser übernehmen sollte.

Thermopylen 480 v. Chr.: Warum wählten die Spartaner den Tod - WELT (2)

Die Staaten der Peloponnes favorisierten die Befestigung des Isthmos (Landenge) von Korinth. Dagegen forderten die Bündner des Festlandes eine weiter nördlich gelegene Verteidigungsstellung. Das sahen auch die Athener so. Ihr Wort hatte Gewicht, nicht nur, weil ihre Stadt die größte hellenische Polis war, sondern weil sie nach Marathon in Erwartung eines neuen persischen Vorstoßes eine große Flotte gebaut hatten, die das größte Kontingent der hellenischen Seemacht bildete.

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(Video) Perserkriege einfach erklärt | Geschichte

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Also einigte man sich darauf, mit einem Vorauskommando den Thermopylen-Pass zu besetzen, während die vereinigte Flotte die Perser am Kap Artemision im Norden der Insel Euböa aufhalten sollte. Das Ufer der Thermopylen, durch die heute die Autobahn von Athen nach Thessaloniki verläuft, lag in der Antike wesentlich näher am Gebirge, sodass bereits eine kleine Truppe die Enge sperren konnte.

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Unter dem Kommando des spartanischen Königs Leonidas wurden 300 Spartiaten, also spartanische Vollbürger, die kriegerische Elite der Stadt, sowie Kontingente aus der Peloponnes, Thespiai, Phokis und Theben nach Norden entsandt, insgesamt wohl 7000 Mann. Das spartanische Hauptheer sollte mit den übrigen Bundesgenossen folgen, schreibt Herodot.

Thermopylen 480 v. Chr.: Warum wählten die Spartaner den Tod - WELT (4)

Das Kalkül ging zunächst auf. Die Perser konnten ihre überlegene Zahl in der Passstraße nicht zur Entfaltung bringen. Welle um Welle griff die dicht gedrängte Phalanx der schwer gepanzerten griechischen Hopliten an, deren Zentrum die spartanischen Elitekrieger bildeten. Selbst Xerxes’ Leibgarde, die Unsterblichen, scheiterten unter großen Verlusten (was US-Regisseur Zack Snyder in seinem Film „300“ von 2006 ebenso fantasievoll wie einträglich in Szene gesetzt hat, was 2014 die Fortsetzung „300: Rise of an Empire“ generierte).

Dann aber meldete sich ein Grieche, ein gewisser Ephialtes, bei dem Großkönig und bot ihm gegen üppiges Honorar an, eine Truppe auf einem Pfad durch die Berge zu führen, um damit die Griechen im Rücken zu fassen. Als Leonidas die Gefahr erkannte, schickte er die Masse seiner Kämpfer nach Süden und behielt nur seine 300 Spartiaten und die Kontingente aus Thespis und Theben bei sich. „Da die Griechen wussten, dass sie infolge der Umgehung des Berges doch umkommen würden, setzten sie ihre letzte Kraft gegen die Barbaren ein und schlugen ihr Leben blindlings in die Schanze“, schrieb Herodot. Dass Leonidas früh fiel, mag ihren Untergang beschleunigt haben.

(Video) Thermopylen Leonidas 300 Spartaner gegen Xerxes (Doku Hörspiel)
Thermopylen 480 v. Chr.: Warum wählten die Spartaner den Tod - WELT (5)

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Auf die Nachricht von der Niederlage wurde die Position der Flotte, die bis dahin mit einigem Erfolg beim Kap Artemision gegen die Perser operiert hatte, unhaltbar. Sie floh nach Süden. Ende September sollte sie bei Salamis mit ihrem Sieg Xerxes zum Rückzug zwingen. Nach ihrer vernichtenden Niederlage im Jahr darauf bei Plataiai räumten die Perser schließlich Griechenland und überließen es seinen Streitigkeiten.

Für Herodot war der Fall klar: Leonidas opferte sich, weil er es „mit der Ehre der Spartaner für unvereinbar gehalten habe, den Platz zu verlassen, den sie ja gerade verteidigen sollten“. Außerdem brachte der Historiker ein militärisches Argument vor. Seine Bundesgenossen hätten „nicht mit ihm ihr Leben wagen wollen“, was Leonidas bewog, sie zu entlassen. Einen dritten Grund findet Herodot im agonalen, auf steten Wettkampf ausgerichteten Ethos der Griechen: Leonidas habe „den Ruhm allein den Spartanern zuwenden“ wollen.

Thermopylen 480 v. Chr.: Warum wählten die Spartaner den Tod - WELT (6)
(Video) Thermopylen Leonidas 300 Spartaner gegen Xerxes (Doku Hörspiel)

Kaum eine Deutung hat vor modernen Historikern Bestand gehabt. Ein Gesetz, eine unhaltbar gewordene Stellung bis zur Selbstaufgabe zu halten, sei für Sparta keineswegs belegt. Früher und später hätten spartanische Feldherrn durchaus Umgruppierungen vorgenommen, die einem Rückzug gleichkamen. Bei den Thermopylen wäre dies sicherlich die sinnvollere Variante gewesen, hätte sie doch die Elitetruppe der Spartiaten für die Fortführung des Krieges erhalten. Der berühmte Althistoriker Karl Beloch befand sogar, der Tod des Leonidas hätte die Verbündeten immerhin von einem unfähigen Befehlshaber befreit.

Häufig wird als rationale Erklärung für dessen Entscheidung angeführt, er hätte der griechischen Flotte den Rückzugsweg offen halten wollen. Dagegen spricht allerdings die von Herodot überlieferte Abfolge der Ereignisse. Erst die Niederlage bei den Thermopylen zwang nämlich die Flotte zum Rückmarsch. Im Übrigen muss Leonidas erfahren genug gewesen sein, um zu erkennen, dass er sich mit so wenigen Soldaten kaum bis zum Passieren der Schiffe würde halten können.

Thermopylen 480 v. Chr.: Warum wählten die Spartaner den Tod - WELT (7)

Das Gleiche gilt für die These, der Spartaner hätte den Rückzug seiner Soldaten vor der Überrumpelung durch die persische Reiterei decken wollen. Das hätte er auch als Führer der Nachhut auf dem Marsch tun können. Doch auch in diesem Fall greift der Einwand, dass kein authentisches Zeugnis auf uns gekommen ist, wie Leonidas die Situation vor Ort beurteilt hat.

In neuerer Zeit wurden wiederholt politische Motive für seine Entscheidung vorgebracht. Schon Herodot hatte als Grund für die Entsendung von Leonidas Korps angegeben, die Spartaner hätten damit verhindern wollen, dass „die übrigen Bundesgenossen … nicht etwa zu den Persern übergingen“. Das könnte auf einen fundamentalen Streit unter den Griechen verweisen, deren schneller Rückzug bei den Thermopylen dann weniger durch einen Befehl des Leonidas, sondern aus eigenem Antrieb erfolgte, argumentiert der Bonner Historiker Wolfgang Will. Der Tübinger Historiker Sebastian Schmidt-Hofner geht noch weiter: Vielleicht verließen die meisten griechischen Kontingente die Thermopylen-Stellung, weil ihre Führung die Verteidigung am Isthmos von Korinth favorisierte.

Möglicherweise aber wollte sich auch Leonidas seinen Leuten anschließen, kam aber nicht mehr rechtzeitig aus der Falle heraus. Stattdessen begründete sein Tod den Mythos von Ehre, Treue und Opfertod. Bald nach ihrem Sieg über die Perser errichteten die Griechen an den Thermopylen ein Denkmal, auf dem ein Epigramm des Dichters Simonides von Keos prangte, das Friedrich Schiller übersetzt hat: „Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest Uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.“ (Hermann Göring machte nach der Katastrophe von Stalingrad 1943 daraus: „Kommst du nach Deutschland, so berichte, du habest uns in Stalingrad liegen gesehen …).

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(Video) Die Schlacht bei den Thermopylen

So wurden Leonidas und seine Leute zu ruhmreichen, bis in den Tod kämpfenden Helden. Dieser Mythos, so Will, ersparte Sparta später wohl manche Schlacht.

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FAQs

Was ist 480 vor Christus passiert? ›

480 v. Chr. In der Schlacht von Salamis besiegen die Griechen unter Themistokles die Perser unter Xerxes I., der nach Persien flieht. Perserkriege gegen Griechenland (seit 500 v.

Was passiert bei den Thermopylen? ›

In der berühmten Schlacht an den Thermopylen opferte sich der Spartanerkönig Leonidas mit seinen 300 Männern, denn diese winzige Truppe hielt das riesige persische Heer in dem Engpass so lange auf, bis die Griechen ihre Verteidigung organisiert hatten.

Wer hat die Spartaner besiegt? ›

Das Auftreten des genialen spartanischen Feldherrn Lysander und vor allem die (finanzielle) Unterstützung Spartas durch die Perser (denen im Gegenzug die ionischen Städte überlassen wurden) führten seit 412 schließlich zum endgültigen Sieg Spartas und seiner Verbündeten über Athen und zur Einnahme der Stadt (404).

Was ist mit Sparta passiert? ›

Im Sommer 222 v. Chr. besiegte denn auch das Bündnis Kleomenes nahe der Hauptstadt Sparta endgültig. Die Macht Spartas war gebrochen; Antigonos Doson konnte Großmut walten lassen.

Wie viele haben die 300 Spartaner getötet? ›

Herodot berichtet über insgesamt 4000 tote Griechen, wobei die Verluste an Schwerbewaffneten wohl einiges über 1000 betrugen: die 300 Spartiaten, die 700 Thespier, einige der Thebaner und die Verluste der beiden ersten Tage, die jedoch eher gering gewesen zu sein scheinen.

Wie stark waren die Spartaner? ›

Die 300 Mann schlugen eine Truppe in Stärke von zwei Kompanien, Morai genannt – wie viele Spartaner genau im Einsatz waren, ist aber unklar: vielleicht 600, möglicherweise aber auch 1000.

Was war das wichtigste Ziel Spartas? ›

Die Lebensweise Spartas war ausschließlich auf militärische Ziele ausgerichtet, um die Herrschaft Spartas auf dem Peloponnes zu sichern. Erziehung, Ehe, Kinderzeugung, Lebensform und Gesetzgebung folgten der militärischen Ausrichtung.

Wer ist der König von Sparta? ›

Dynastie der Agiaden
HerrschaftszeitraumHerrscher
242–241 v. Chr.Kleombrotos II.
241–235 v. Chr.Leonidas II. (2. Regierungsperiode)
235–222 v. Chr.Kleomenes III.
219–215 v. Chr.Agesipolis III.
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Was war so besonders an Sparta? ›

Spartas Macht beruhte auf einer einzigartigen Staats- und Gesellschaftsordnung, die stärker als in den meisten antiken Gemeinwesen militärisch geprägt war. Sie wurde seit Aristoteles oft als Mischform aus Demokratie, Oligarchie und Monarchie bezeichnet, obwohl die oligarchisch-aristokratischen Elemente dominierten.

Warum gab es zwei Könige in Sparta? ›

Dreher ist der Ansicht, dass schon der frühe spartanische Staat zahlreiche Kriege zu führen hatte und daher zwei Heerführer brauchte. Diese beiden Heerführer hätten großes Ansehen genossen. Da die Könige vor allem Feldherren waren, könnten jene beiden angesehenen Feldherren zu Königen ernannt worden sein.

Was haben die Spartaner gegessen? ›

Als Basis der spartanischen Mahlzeiten beschrieben sie Gerstenmehl, Wein, Käse und Feigen. Zum Hauptgericht und gleichzeitig Hauptnahrungsmittel zählte die sog. Maza. Maza ist eine Art Sammelbegriff für Gerichte, die aus Gerstenmehl zubereitet wurden.

Warum waren die Spartaner gefürchtet? ›

Sparta war einer der mächtigsten Stadtstaaten im antiken Griechenland. Denn die Spartaner waren ein mutiges Volk von Kriegern. So hatte sogar das mächtige Athen Angst vor ihnen. Die meisten Spartaner trainierten ihr ganzes Leben lang, um zu unbesiegbaren Kriegern zu werden.

Wie es das Gesetz befahl? ›

«Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest / Uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.» - Diese beiden Zeilen von Friedrich Schillers Gedicht «Der Spaziergang» (1795) sind in das Gedächtnis vieler Generationen eingegangen.

Was ist für uns heute die wichtigste Quelle der Zeit? ›

Wichtigste zeitgenössische Quelle für die Geschehnisse ist der antike Geschichtsschreiber Herodot.

Was ist wahr an 300? ›

"300" basiert auf einer historischen Begebenheit: Die Schlacht am Thermopylen-Pass, ein damals knapp fünf Meter breiter Durchgang, der das Meer vom Kallidomos-Gebirge trennte, hat tatsächlich stattgefunden.

War Xerxes ein Gott? ›

war ein persischer Herrscher. Er regierte von 486 bis 465 v. Chr. als achämenidischer Großkönig und ägyptischer Pharao.
...
Einzelnachweise.
Personendaten
ALTERNATIVNAMENAhasveros
KURZBESCHREIBUNGpersischer Großkönig
GEBURTSDATUMum 519 v. Chr.
STERBEDATUM4. August 465 v. Chr.
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Wie groß war die persische Armee? ›

In der Schlacht von Plataiai besiegten im Jahr 479 v. Chr. rund 40.000 griechische Verteidiger (Spartaner, Athener und weiterer Städte) die persische Invasionsstreitmacht, die aus geschätzten 60.000 Soldaten bestand. Antike Quellen geben eine erheblich höhere Zahl persischer Soldaten an (Herodot: 600.000).

Wie groß war das persische Heer? ›

9.1 Das „größte Heer, von dem wir Kunde haben“

Laut Herodot führte Xerxes „eine Menschenmasse von 5 283 220 Mann“ gegen Griechenland (Quelle 9.5.1). Die moderne Forschung hat schon immer Zweifel an diesen Angaben gehegt, auch wenn Herodot seine Berechnungsgrundlagen scheinbar nüchtern prä- sentiert.

Wer war der größte Krieger aller Zeiten? ›

1. Alexander der Große (356–323 v. Chr.)

Wie heißt das Schwert der Spartaner? ›

Die Spatha (Plural Spathae, lateinisch für „Breite Klinge“) ist ein zweischneidiges, vorwiegend zum Hieb konzipiertes, einhändig geführtes Schwert mit gerader Klinge.

Wie schwer war ein spartanisches Schild? ›

Dies ist der Nachbau eines spartanischen Schilds ist gefertigt aus Stahl und mit Messing überzogen. Der Schild ist vollständig mit Leder an der Innenseite verkleidet und hat 2 traditionelle Handgriffe am der Rückseite. Der Schild misst ca 91,4 cm im Durchmesser und wiegt ca. 8 kg !

Wie nannten sich die Spartaner selbst? ›

Die Spartiaten, die den geringsten Teil der Bevölkerung Spartas ausmachten, waren die sogenannten Vollbürger der Polis. Sie waren frei und die einzigen, die über politisches Mitspracherecht verfügten. Sie selbst nannten sich "Homoioi", was als "die sich gleichen" übersetzt werden kann.

Wie sieht Sparta heute aus? ›

Die Überreste der antiken Stadt sind in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums zu sehen. Nach der Unabhängigkeit befahl König Otto von Griechenland jedoch den Wiederaufbau. Deshalb ist Sparta heute eine der wenigen griechischen Städte, die nach einem Architekturplan gebaut wurden.

Was bedeutet Spartaner? ›

Spartaner. Reime: -aːnɐ Bedeutungen: [1] meist historisch: Einwohner Spartas oder jemand, der von dort stammt.

Wer gewann die Schlacht bei den Thermopylen? ›

Die Zweite Schlacht bei den Thermopylen im Jahr 191 v. Chr. war die erste große Feldschlacht des Römisch-Syrischen Krieges. Dabei siegte ein römisches Heer unter dem Konsul Manius Acilius Glabrio über die verbündeten Truppen des Seleukidenkönigs Antiochos III.

Wer hat Menelaos getötet? ›

Während des Zweikampfs mit Paris gewann er die Oberhand. Als er ihn verfolgte, versuchte Pandaros, von Athene auf Befehl von Zeus angestiftet, Menelaos zu erschießen, doch dessen Rüstung hielt den Pfeil ab. An dieser Stelle wird Menelaos von Homer direkt angesprochen, was seine hervorgehobene Stellung anzeigt.

Wann war die Schlacht bei den Thermopylen? ›

Wie wurden die Mädchen in Sparta erzogen? ›

Mädchen in Sparta lernten Schreiben und Lesen

Sie lebten ebenfalls wie ihre Brüder in Baracken. Aber sie lernten Lesen und Schreiben, machten Gymnastik und trainierten Leichtathletik. Diese Behandlung hatte gute Gründe, sahen doch die Spartaner in den Frauen und Mädchen die Mütter zukünftiger tapferer Krieger.

Wie lebt man spartanisch? ›

Sicher hast du den Begriff "spartanisch" schon einmal gehört. Das bedeutet, dass jemand sehr einfach lebt und auf viele Dinge verzichtet. Diese Einstellung prägte auch das Leben in dem griechischen Stadtstaat Sparta, denn dort ging es wahrlich "spartanisch" zu. Die Menschen lebten sehr einfach.

Wie lebten die Frauen in Sparta? ›

In den Augen der Griechen war Sparta ein Staat, in dem alle gleich waren. Ein Staat, in dem die Frauen und Männer in der Öffentlichkeit mit ebenbürtigem Respekt behandelt wurden, die Kinder vom Staat kostenlos erzogen wurden, die Bürger nicht arbeiten mussten und das Geld keine Rolle spielte.

Wer durfte in Sparta wählen? ›

An der Spitze Spartas standen zwei Könige, die gleichberechtigt waren. Dies nennt man dann ein Doppelkönigtum. Es gab noch einen Ältestenrat. Um in diesen Rat gewählt zu werden, mussten die Männer 60 Jahre alt und schon Lebenserfahrung gesammelt haben.

Was haben Athen und Sparta gemeinsam? ›

Athen und Sparta zählten zu den beiden großen Konkurrenten in der griechischen Antike. Beide Poleis verfügten über unterschiedliche Staatssysteme und teilten die griechische Staatenwelt untereinander auf. Sie beanspruchten die Vorherrschaft über Griechenland.

Welches Land hat zwei Könige? ›

Da König Albert II. am 21. Juli abdanken wird und Kronprinz Filip dessen Platz einnimmt, hat Belgien zwei Könige. Doch das ist nicht unbedingt ein Unikum.

Waren Spartaner muskulös? ›

Im Geschichtsunterricht sahen die spartanischen Krieger so groß und muskulös aus, während die Männer von heute viel kleiner und schwächer aussehen als damals.

Wie haben die Spartaner trainiert? ›

Das klassische 300-Workout setzt sich aus folgenden 6 Übungen in 7 Sätzen zusammen:
  1. 25 Klimmzüge.
  2. 50x Kreuzheben mit 60kg Langhantel.
  3. 50 Liegestütze.
  4. 50 Box Jumps (zirka 60cm hoher Kasten)
  5. 50 Floor Wipers.
  6. 50x Clean and Press mit 18kg Kettlebell.
  7. 25 Klimmzüge.

Wo haben die 300 Spartaner gekämpft? ›

Die wohl berühmteste ereignete sich im August 480 v. Chr. Damals kämpften bei den Thermopylen in Mittelgriechenland wenige Tausend griechische Krieger gegen das Heer des persischen Weltreichs.

Wie werden die Kinder in Sparta erzogen? ›

Erziehung der Spartiaten. Die spartanische Erziehung (agoge) zeichnete sich durch Abhärtung, Kampfsport, Disziplin und das Verbot aller das Leben erleichternden Bequemlichkeiten aus. Die Erziehung war streng.

Hatte Sparta eine Flotte? ›

Nach dem Verlust seiner Flotte war Athen nicht mehr zu verteidigen, konnte die spartanische Flotte doch die Getreideimporte verhindern, die die Stadt zum Leben brauchte. Im April 404 v. Chr.

Warum gab es zwei Könige in Sparta? ›

Dreher ist der Ansicht, dass schon der frühe spartanische Staat zahlreiche Kriege zu führen hatte und daher zwei Heerführer brauchte. Diese beiden Heerführer hätten großes Ansehen genossen. Da die Könige vor allem Feldherren waren, könnten jene beiden angesehenen Feldherren zu Königen ernannt worden sein.

Wie wahr ist 300? ›

Wahre Begebenheit mit fiktiven Ergänzungen

"300" basiert auf einer historischen Begebenheit: Die Schlacht am Thermopylen-Pass, ein damals knapp fünf Meter breiter Durchgang, der das Meer vom Kallidomos-Gebirge trennte, hat tatsächlich stattgefunden.

Wo haben die Spartaner gekämpft? ›

Die wohl berühmteste ereignete sich im August 480 v. Chr. Damals kämpften bei den Thermopylen in Mittelgriechenland wenige Tausend griechische Krieger gegen das Heer des persischen Weltreichs.

Sind Spartaner Griechen? ›

Sparta war einer der mächtigsten Stadtstaaten im antiken Griechenland. Denn die Spartaner waren ein mutiges Volk von Kriegern.

Wie nennt man Menschen aus Sparta? ›

bestand die Bevölkerung Spartas aus etwa 4.000 bis 5.000 Spartiaten (Vollbürgern), 40.000 bis 60.000 Periöken und 140.000 bis 200.000 Heloten. Seine militärische Stärke machte Sparta zur Führungsmacht im Süden Griechenlands und zum wichtigsten Gegenspieler Athens.

Was ist spartanisches Essen? ›

Als Basis der spartanischen Mahlzeiten beschrieben sie Gerstenmehl, Wein, Käse und Feigen. Zum Hauptgericht und gleichzeitig Hauptnahrungsmittel zählte die sog. Maza. Maza ist eine Art Sammelbegriff für Gerichte, die aus Gerstenmehl zubereitet wurden.

Wer durfte in Sparta wählen? ›

An der Spitze Spartas standen zwei Könige, die gleichberechtigt waren. Dies nennt man dann ein Doppelkönigtum. Es gab noch einen Ältestenrat. Um in diesen Rat gewählt zu werden, mussten die Männer 60 Jahre alt und schon Lebenserfahrung gesammelt haben.

Wann spielt 300 Rise of an Empire? ›

Handlung von 300: Rise Of An Empire

Die Seeschlacht von Artemisium, die im August 480 v. Chr. zeitgleich zur berühmten Schlacht bei den Thermopylen stattfand, ist das Zentrum von Zack Synders.

In welcher Zeit spielt 300? ›

Der Comic Xerxes, der im Jahr 2018 erschien, stellt nur Teile der Filmhandlung und insgesamt die Zeit der Perserkriege bis zum Untergang des Perserreichs durch Alexander den Großen dar.

Warum ist der Film 300 ab 16? ›

Laut einer Nachricht auf Schnittberichte.com läuft 300: Rise Of An Empire ohne Kürzungen in unseren Kinos. Aus diesem Grund vergeben die Damen und Herren der FSK wohl auch eine Altersfreigabe von FSK 18, wie ihrer Website zu entnehmen ist.

Hatten Frauen in Sparta Rechte? ›

Auch durften die Frauen in Sparta durchaus Eigentum besitzen. Sie mussten anders als die Athenerinnen sich auch nicht den ganzen Tag im Haus aufhalten. Für niedrige Arbeiten setzten sie die Heloten ein. Sogar an Sportveranstaltungen nahmen die Spartanerinnen teil.

Wie heißt das Schwert der Spartaner? ›

Die Spatha (Plural Spathae, lateinisch für „Breite Klinge“) ist ein zweischneidiges, vorwiegend zum Hieb konzipiertes, einhändig geführtes Schwert mit gerader Klinge.

Was bedeutet der Satz Wanderer kommst du nach Sparta? ›

«Wanderer, kommst du nach Sparta . . .» steht im Zentrum eines «Traumes», der den Spaziergänger am Übergang vom Naturzustand zur Zivilisation «schaudernd ergriff mit des Lebens furchtbarem Bilde». Das «Vaterland» und «der Ahnen Gesetze», für die das Herz «glüht», forderten ihren Tribut.

Wie heißt die Stadt Sparta heute? ›

Griechenland ohne die Menschenmassen erleben

Auf der Südseite des Peloponnes befindet sich die moderne Stadt Sparta, die neben den Ruinen ihrer antiken Vorgängerin erbaut wurde.

Wie heißt die Stadt Sparta jetzt? ›

Sparta (griechisch Σπάρτη Sparti (f. sg.)) ist sowohl eine Landstadt als auch eine Gemeinde auf der griechischen Halbinsel Peloponnes. Das antike Sparta befand sich nördlich der heutigen Stadt Sparta, die ein lebendiges Zentrum von Handel und Gewerbe ist und bis 2010 Verwaltungssitz der Präfektur Lakonien war.

Welche Bedeutung hatte die Erziehung für die Spartaner? ›

Spartanisch | Militärische Erziehung

Sparta war neben Athen eine der mächtigsten Poleis im antiken Griechenland. Die Macht Spartas beruhte auf militärischer Stärke. Im Mittelpunkt des Lebens der Spartaner stand eine äußerst strenge Erziehung, die hauptsächlich nur ein Ziel kannte: Die Ausbildung der Jungen zu Soldaten.

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(Raquel de la Morena)
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Author: Prof. Nancy Dach

Last Updated: 11/28/2022

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Name: Prof. Nancy Dach

Birthday: 1993-08-23

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